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Grünstadt Asselheim

Sonntag, 22. Januar 2012 9:34

Grünstadt Asselheim

Ein Kreisel voller Symbole

Asselheim ist ein rheinland-pfälzischer Stadtteil von Grünstadt, welches knapp 20 Kilometer von Worms entfernt liegt. Am besten erreicht man Asselheim über die B271 oder über die Landstraßen 516 und 395.
Der Stadtteil Asselheim liegt im sogenannten Eistal und beheimatet über 1200 Einwohner. Sehr bekannt wurde der Ort, weil im Eistal der erste Eiswein Deutschlands produziert worden war. Besonders interessante Sehenswürdigkeiten in Asselheim sind zwei noch erhaltene Befestigungstürme, die wohl zu einer Stadtmauer gehörten. Allerdings konnte bis heute nicht festgestellt werden, zu welcher Zeit die Türme gebaut worden waren. Einer der Türme wurde zu einem Kirchturm für eine evangelische Kirche umgebaut und hat auch heute noch diese Funktion. Die Landschaft Asselheims bewundert man am besten von der Weinwanderhütte aus. Die Vereine und die örtlichen Winzer übernehmen abwechselnd jedes Wochenende die Bewirtung der Gäste auf der Hütte.
Um alle Aspekte des Kreisels in der Asselheimer Weinstraße zu entdecken und deren Bedeutungen zu verstehen, muss man etwas genauer hinsehen. Das Erste, was bei dieser Kreiselkunst auffällt, ist ein großes, aus Holz bestehendes A. Dieses soll die Stadt Asselheim an sich symbolisieren. An diesem A hängt eine Traube aus Metall, die für Asselheim als Anbaugebiet von Wein steht. Erst auf den zweiten Blick ist ersichtlich, dass über diese Traube Wasser läuft und dann auf den Boden tropft. Diese Vorrichtung symbolisiert sehr gut, wie aus den Trauben Wein wird. Denn vor allem Rotwein wird in Asselheim sehr viel produziert. Doch nicht nur diese Skulptur wurde gut durchdacht und hat einen symbolischen Wert, auch die Bepflanzung des Kreisels wurde mit bedacht ausgewählt. Da die Gegend um Asselheim oft auch als Toskana Deutschlands bezeichnet wird, wurden vor allem südländische Pflanzen auf den Kreisel gesetzt, um so eine mediterrane Gestaltung zu erreichen. Des Weiteren sind zwei Bäume eingepflanzt, die ebenfalls einen Hintergrund haben. Asselheim bemüht sich um mehr grün in der Stadt und will das mit diesen zwei Bäumen auf dem Kreisel in der Weinstraße symbolisch darstellen.

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Dromersheim – Der Stolz einer Stadt

Mittwoch, 7. Dezember 2011 20:56

Dromersheim

Der Stolz einer Stadt auf der Insel des Kreisverkehrs

Dromersheim ist ein kleiner Ort in der Stadt Bingen, der in der Nähe des Rheins zu finden ist. Auch Mainz ist von Bingen nicht weit entfernt. Mit dem Auto kann man den Stadtteil am besten über die Autobahnen A61 und A60 erreichen, die Dromersheim sehr nahe sind. Die Straße B41 und die Landstraße 414 verlaufen direkt durch den Ort und schneiden sich dort auch.
Bingen, der Heimatort von Hildegard von Bingen, ist eine über 24.000 Einwohner starke Stadt in der Rheinland-Pfalz. Sie erlangte vor allem durch die Geschichte des sogenannten Mäuseturms Bekanntheit. Dieser Turm war ursprünglich als Mautstelle gebaut worden und steht auf der Mäuseturminsel im Rhein. Der Name Mäuseturm könnte sich vom Begriff des Mautturms abgeleitet haben, eine Sage liefert jedoch eine andere Erklärung. Der Sage nach soll der hartherzige Bischof Hatto in diesem Turm von einer Vielzahl an Mäusen aufgefressen worden sein, weil er während einer Hungersnot viele Bettler kaltblütig ermordet hat. Der Mäuseturm in Bingen steht seit 2002 unter dem Schutz des Weltkulturerbes und ist heute noch Schauplatz vieler Veranstaltungen.
Der Kreisel in Dromersheim, genauer gesagt in der Rheinhessenstraße zeigt in erster Linie grünen, sauber gemähten Rasen und einige bepflanzte Stellen. In der Mitte des Kreisels, auf einem Hügel, steht der eigentliche Blickfang. Eine riesige metallfarbene Schneeflocke sticht dem Betrachter ins Auge. In der Mitte der Schneeflocke sieht man eine Weinrebe. Unter der Schneeflocke wird, in Form eines Schriftbandes, gleich eine Erklärung für die Skulptur mitgeliefert. Auf dem Schriftband sind sowohl der Name und das Wappen der Stadt zu sehen als auch die Aussage, dass Bingen Dromersheim der Geburtsort des Eisweins ist. Dieser wurde das erste Mal am 11. Februar 1830 gelesen. Dem wollen die Dromersheimer mit dieser Kreiselkunst gedenken und darauf aufmerksam machen, wo der Eiswein erfunden wurde.

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