Worms – Indirektes Licht

Worms

Licht auf dem Kreisel – Brunhilder Brücke in Worms

Worms, die Stadt in der oberreihnischen Tiefebene, beherbergt nicht nur die berühmte Niebelungenbrücke, den Dom und gilt als einer der ältesten Städte in Deutschland. Sie ist auch eine Stadt mit richtig schönen Kreiseln. An der Brunhilder Brücke treffen die Autofahrer auf der westlichen Seite der Brücke auf den Kreisel mit der Straßenlaterne. Die Wormser denken einfach praktisch. Warum sollte man einen Kreisel nicht gleich mit einer Straßenlaterne ausstatten? Aber es wäre zu einfach und nicht schön, wenn der Kreisel eine gewöhnliche Straßenlaterne hätte. Die Laterne ist auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen, sondern zeigt ihren praktischen nutzen erst bei Dunkelheit. Indirektes Licht ist das Schlagwort, denn in der Laterne verbirgt sich die Lampe, die einfach nach oben strahlt. Dort trifft das Licht auf einen Spiegel, der das Licht bricht und verteilt. Diese Technik ist viel effektiver als eine einfache Lampe und erlaubt es, ein ansprechendes Design, fast ein eigenes Kunstwerk, aus der Lampe zu machen!

Die Straßenlaterne kam im Zuge einer Gesamtsanierung der Brunhilder Brücke im Jahr 2005 auf den Kreisel. Die Brücke überführt die Autos über die Bahnstrecke von Mainz nach Mannheim, befindet sich also an einer zentralen Stelle in der Stadt. Das Design der Lampe ist ziemlich „spacig“, auf der geraden Stange sitzt eine Halterung mit vier Speichen auf, die im Winkel zu 90 Grad angeordnet sind. Deren Spitzen halten wiederum den Spiegel fest, der in einem Ring gehalten ist. Die Bodenfläche von dem Kreisel ist mit kleinen und größeren Steinen ausgelegt, die eine Busch- und Sträucherbewachsung begrenzen. Auch sehr praktisch, denn durch die Steine können die Pflanzen nicht auf die Straße reichen. Neben den Autos passieren auch Fußgänger das kleine Kunstwerk über Fußgängerüberwege und natürlich auf dem Weg zum Bahnhof.

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Datum: Mittwoch, 6. Juli 2011 21:48
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